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LOHR MAGIRUS wird IVECO MAGIRUS [22-May-2008]

Die IVECO MAGIRUS-Gruppe mit Stammsitz in Ulm (Baden-Württemberg/ Deutschland) zählt zu den größten und führenden Brandschutzkonzernen der Welt. Unter dem Dach der Gruppe agieren 6 Produktionswerke in Deutschland, Italien, Frankreich und nicht zuletzt auch in Österreich: Seit 1997 gehört LOHR MAGIRUS, Kainbach bei Graz, zum Konzern.

Seit der Übernahme durch IVECO MAGIRUS trat das renommierte ehemalige Familienunternehmen zunächst noch unter dem "kombinierten" Firmennamen LOHR MAGIRUS auf. Im Sinne eines konsequenten, durchgehenden Markenauftritts der gesamten Gruppe firmiert LOHR MAGIRUS Feuerwehrtechnik ab 2008 jedoch - wie die anderen Werke im Konzern - als IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik. Trotz dieser Namensänderung - so betont Geschäftsführer Franz Lohr in einer Firmenaussendung - bleiben die bewährte Struktur, Individualität, Organisation sowie der Kundendienst des Hauses Lohr völlig unverändert.

In den letzten Jahren hatte sich die ehemalige LOHR MAGIRUS auf dem Sektor der Lösch- und Rüstfahrzeuge innerhalb des Konzerns immer mehr zur Ideenschmiede mit großer Innovationskraft und Designkompetenz entwickelt. Auch international finden die Entwicklungen des Hauses große Beachtung. Wie Franz Lohr versichert, wird das Kainbacher Unternehmen diese Stärken auch weiterhin ausspielen und ausbauen. Auch in Zukunft, so Lohr, werden die Kunden mit bestmöglicher Qualität beliefert und betreut - auf höchstem technischen Niveau sowie mit dem Bestreben, auf alle individuellen Wüsche einzugehen.

Derzeit beschäftigt das Kainbacher Unternehmen, das zu den Marktführern bei Feuerwehrfahrzeugen in Österreich zählt, 130 Mitarbeiter und ist damit ein geschätzter Arbeitgeber im Grazer Umland.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in die Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg zurück. 1922 von Franz Lohr in Hönigtal als Wagnerei mit Kutschenfertigung gegründet, entwickelte sich das kleine Unternehmen mit dem beginnenden Siegeszug des Automobils zunächst zum Hersteller von schweren Fuhrwerken für den bäuerlichen und gewerblichen Bedarf. 1945, kurz nach Kriegsende, entstand bei Lohr der erste hölzerne Aufbau für ein Löschfahrzeug aus ehemaligen Militärbeständen.

Vor allem die steirischen Wehren schenkten den Aktivitäten des kleinen Betriebes in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt immer größere Aufmerksamkeit. Dass man dort sehr flexibel auf Kundenwünsche eingehen konnte und beste handwerkliche Qualitätsarbeit lieferte, sprach sich herum. Die Zahl der gefertigten Fahrzeuge nahm langsam, aber stetig zu. Vorsichtig baute Lohr auch seinen Personalstamm aus. 1978 wurde ein neuer Firmenkomplex mit einer Grundfläche von 1.200 m2 eingeweiht.

Mittlerweile gehörten Fahrzeuge aller Größenordnungen und Bauarten, vom kleinen MTW bis hin zum LF, RW und TLF nach österreichischen Baurichtlinien zum Standard-Fertigungsprogramm. Und immer wieder verließen auch nach Kundenwunsch gebaute Spezialanfertigungen die Produktion. Die Abnehmer fanden sich längst in ganz Österreich. Auch die ersten Aktivitäten im Exportbereich begannen.

1976 trat der heutige Geschäftsführer Franz Lohr jr. in das Familienunternehmen ein. Besonders im Detail suchte man ständig nach neuen, besseren Lösungen - mit Erfolg: Es entstanden beispielsweise verbesserte Gerätelagerungen und ergonomischere Mannschaftskabinenlösungen. Mit seiner offensichtlich ausgeprägten Liebe zum Detail, die nicht nur in der innovativen Technik deutlich wurde, sondern auch im Fahrzeugdesign, empfahl sich LOHR als Hersteller von Format.

Nicht nur im Kleinfahrzeugbereich oder bei den "größeren" Löschfahrzeugen machte LOHR immer wieder auf sich aufmerksam, sondern auch bei den "dicken Brummern".

Die Nutzung der MAGIRUS Pumpentechnologie und die Übernahme des AluFire-Aufbaukonzeptes im Standard-Einsatzfahrzeuge-Bereich nach österreichischen Bau-vorschriften prägten nunmehr die LOHR Fahrzeuge. Sie verloren dadurch aber keineswegs ihre individuelle Note. Das wurde nach wie vor an vielen Details (z.B. Mannschaftskabine) und auch in der Fahrzeugoptik deutlich. Und: Wie schon von jeher entwickelte und realisierte der steirische Fahrzeugaufbauhersteller auch weiterhin kundenindividuelle Aufbaulösungen.

LOHR MAGIRUS wächst weiter, genau so wie das Geschäftsfeld: Um die Jahrtausendwende ist das steirische Unternehmen längst international tätig. Im April 2004 wurde eine rund 2000 m2 große neue Produktionshalle feierlich eingeweiht. In der Halle entstehen die neuen Aluminium-Doppel-Kabinen, die für die Unternehmen der IVECO MAGIRUS Gruppe zusätzlich zur normalen Fahrzeugproduktion gefertigt werden.

Bei der Entscheidung der Konzernleitung für den steirischen Standort waren die gute Qualität der hier produzierten Fahrzeuge, der Einsatzwille der Belegschaft und der gute Ausbildungsstand wichtige Kriterien gewesen. Der Status des Werkes Kainbach als die führende Ideenschmiede innerhalb der IVECO MAGIRUS Gruppe manifestiert sich weiter.

Das Sortiment und die Kompetenzen der bisherigen LOHR MAGIRUS, nun IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik GmbH, sind im Laufe der Jahrzehnte immer weiter gewachsen. Eines hat sich jedoch seit den Zeiten des Gründervaters bis heute nicht verändert: der Anspruch und das Selbstverständnis von IVECO MAGIRUS, flexibler, innovativer und zuverlässiger Partner der Feuerwehren zu sein.

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